Interview mit Christa Zengerer

Die erfahrene Managerin Christa Zengerer ist neue Geschäftsführerin des Österreichischen Gießerei-Instituts (ÖGI) und folgt damit Gerhard Schindelbacher nach. Sie hat sich in ihren bisherigen Funktionen ein großes Netzwerk aufgebaut, das in ihrer neuen Funktion eine wichtige Säule ihrer Tätigkeit sein wird. Zur Erscheinung unserer Erstausgabe 2023 der Gießerei Rundschau baten wir Sie zum Interview.

GIESSEREI RUNDSCHAU: Herzlichen Glückwunsch zur neuen Position als Geschäftsführerin des Österreichischen Gießerei Institutes ÖGI. Wie waren die ersten Wochen für Sie?

CHRISTA ZENGERER: Vielen Dank für die Glückwünsche!

Die ersten Wochen in meiner neuen Position waren sehr interessant, lehrreich und spannend. Ich habe mich zunächst mit der Unternehmensstruktur, den verschiedenen Abteilungen und den Mitarbeitern vertraut gemacht. Mir ist es sehr wichtig die Menschen kennenzulernen, die im Institut arbeiten, um einen Überblick zu gewinnen, wie die verschiedenen Abteilungen miteinander verbunden sind.

Ich habe auch schon einige Mitgliedsfirmen des Österreichischen Gießerei Institutes besucht, um Einblicke in die unterschiedlichen Unternehmen und ihre spezifischen Herstellungsprozesse zu erhalten. Auf diese Weise möchte ich einen umfassenden Einblick in die Branche erhalten und dabei gleichzeitig einen Eindruck davon bekommen, wie die Gießereien in Österreich organisiert sind, welche speziellen Anforderungen sie erfüllen müssen und wie sie das ÖGI dabei bestmöglich unterstützen kann.

Der Posten als Geschäftsführerin gehört zu den arbeitsintensivsten am ÖGI. Was genau sind Ihre Aufgaben?

Wie in allen Unternehmen bestehen auch beim ÖGI die Aufgaben der Geschäftsführung darin die strategische Ausrichtung des Institutes in enger Abstimmung mit dem Vorstand vorzugeben und diese durch entsprechende Gestaltung der internen Prozesse umzusetzen. In meiner Rolle als Geschäftsführerin sehe ich meine Hauptaufgabe darin, alle Mitarbeiter bestmöglich zu unterstützen und zu bestärken, aber auch die Verbindungen und Vernetzung zu Wissenschaft und Industrie weiter auszubauen. Sowohl interne als auch externe Schnittstellen zu managen und Entscheidungen rasch und unkompliziert zu treffen sind ebenfalls wichtige Aufgaben einer
Geschäftsführung.

Das Institut als Verein geführt, fördert allgemein die Forschung, Entwicklung und Innovation sowie Lehre auf dem Gebiet der praktischen Gießerei- und Materialforschung. Welche Herausforderungen sehen Sie und wo liegt Ihr Fokus?

Wie die meisten Branchen und Unternehmen ist auch das ÖGI mit den Herausforderungen und Krisen dieser Zeit konfrontiert. Als Geschäftsführerin ist es meine Aufgabe, diese Krisen und Herausforderungen gemeinsam mit dem Team zu meistern.
Unser Fokus liegt auf den Fragestellungen der Gießereiindustrie und der metallverarbeitenden Industrie insbesondere auf der Entwicklung neuer Materialien und Technologien, die diese Branchen voranbringen. Wir arbeiten sehr eng mit den Unternehmen der Branche zusammen, um sicherzustellen, dass die Entwicklungen, die wir vornehmen, die Bedürfnisse der Gießereiindustrie erfüllen. Unser Fokus liegt auch darauf, die Wettbewerbsfähigkeit des Gießereisektors durch die Entwicklung einer breiten Palette von Technologien und Dienstleistungen zu verbessern.